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CologneAMS

CologneAMS ist das Zentrum für Beschleuniger-Massenspektrometrie (AMS) an der Universität zu Köln. Am Institut für Kernphysik ↗ ermöglicht ein elektrostatischer 6 MV TANDETRON-Beschleuniger seit Ende 2011 die hochsensitive Analyse langlebiger radioaktiver Nuklide.

Die Anlage wird für präzise Datierungen und geochemisches „Fingerprinting“ eingesetzt. Entsprechende Anwendungen reichen von den Erd- und Meereswissenschaften über Archäologie und Hydrologie bis hin zu Astrophysik, Biochemie und Biomedizin.

Datierungsmethoden und Probenvorbereitung

Die Probenpräparation erfolgt in den Laboren des Instituts für Geologie und Mineralogie. Dabei ist CologneAMS in ein breiteres Methodenspektrum eingebunden, welches unter anderem Radiokarbondatierung (14C) ↗, die Analyse kosmogener Nuklide (10Be, 26Al, 36Cl, 41Ca, 129I) ↗, Lumineszenzdatierung ↗ und Dendrochronologie ↗ umfasst. Darüber hinaus können auch schwere Nuklide wie 239Pu und 244Pu gemessen werden.

Anlage und Entwicklung

Das Beschleuniger-Massenspektrometer wurde von High Voltage Engineering Europe (HVEE), Amersfoort, Niederlande, gebaut, getestet und 2010 im Institut für Kernphysik installiert. Nach erfolgreicher Abnahme wurde CologneAMS 2011 eingeweiht, woraufhin Ende desselben Jahres der Routinebetrieb für 14C-Messungen begann. 2012 wurde das Messspektrum zunächst um die Nuklide 10Be und 26Al erweitert. In den darauffolgenden Jahren kamen 36Cl, 41Ca, 129I, sowie 239Pu und 244Pu hinzu.

Die Anlage wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und der Universität zu Köln finanziert um die Messmöglichkeiten auf dem Gebiet der Beschleuniger-Massenspektrometrie in Deutschland zu verbessern. Zusätzliche Mittel für Erweiterung und Ausbau stellte das Deutsche GeoForschungsZentrum Potsdam (GFZ) im Rahmen eines Kooperationsvertrags bereit. CologneAMS steht sowohl Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Universität zu Köln als auch externen Nutzerinnen und Nutzern offen.

Technischer Aufbau

Präzision und Nachweisgrenzen

Isotopenverhältnis

Erreichte Präzision

Nachweisgrenze

10Be/9Be

Ca. 3 %

10-12

14C/12C

0.35 %

10-12

26Al/27Al

Ca. 3 %

10-12

36Cl/35Cl

Ca. 3 %

10-12

242Pu/239Pu

2 - 3 %

1

CO2 14C/12C

Ca. 1%

10-12

Ansprechpartner

Leiter der AG AMS Operation; Sprecher CologneAMS

Prof. Dr. Dennis Mücher
+49 221 470 3460
muecher(at)ikp.uni-koeln.de

AMS Operation

Dr. Stefan Heinze
+49 221 470 3638
heinze(at)ikp.uni-koeln.de

AMS Operation

Dr. Markus Schiffer
+49 221 470 4135
mschiffer(at)ikp.uni-koeln.de

Informationen zu den einzelnen Datierungsmethoden sowie zum Einsenden von Proben finden Sie auf den jeweiligen Methodenseiten.